OMV hat im dritten Quartal 2026 ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 2,1 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von 68 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Wie das Unternehmen mitteilte, trugen vor allem höhere Treibstoffmargen und ein starkes Geschäft im Energiebereich zu dem Ergebnis bei. Das CCS-Ergebnis je Aktie lag bei 3,54 Euro.

Was das für Anleger bedeutet

Das unbereinigte Ergebnis je Aktie betrug 3,14 Euro und lag damit über der Markterwartung von 3,12 Euro. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäften stieg auf 8.959 Millionen Euro und übertraf die erwartete Marke von 8.378,7 Millionen Euro. Der Nettogewinn kletterte von 543 Millionen Euro im Vorjahresquartal um 1.024 Millionen Euro. Ungeachtet der positiven Ergebnisse notierte das OMV-Wertpapier am 29. Oktober 2026 bei 72,75 Euro, womit der Kurs um minimale 0,14 % hinter dem vorherigen Tagesschluss zurückblieb.

Fuels treibt den Rekord

Den größten Beitrag lieferte der Geschäftsbereich Fuels: Das CCS-Ergebnis vor Sondereffekten stieg dort um 172 % auf 1.124 Millionen Euro. Auch der Bereich Energy legte kräftig zu, um 51 % auf 936 Millionen Euro. Die Raffinerie-Referenzmarge OMV Europa lag bei 37,5 US-Dollar je Barrel. Das Joint Venture ADNOC Refining & Trading steuerte 158 Millionen Euro zum Ergebnis bei.

Chemicals bleibt die Schwachstelle

Gegen den Trend lief der Bereich Chemicals: Das operative Ergebnis vor Sondereffekten brach um 72 % auf 63 Millionen Euro ein. Der durchschnittlich realisierte Ölpreis lag im Quartal bei 94 US-Dollar je Barrel, der Erdgaspreis bei 49,24 Euro je Megawattstunde. Die Kohlenwasserstoffproduktion belief sich auf 294 Kilobarreläquivalente pro Tag, die Verkaufsmenge sank auf 225 Kilobarreläquivalente pro Tag.

Wie solide die Bilanz ist

Der Cashflow aus Betriebstätigkeit lag bei 2.199 Millionen Euro, ohne Net-Working-Capital-Positionen bei 2.334 Millionen Euro – ein Anstieg um 57 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Nettoverschuldung betrug zum Ende des dritten Quartals 4.403 Millionen Euro bei einem Leverage-Grad von 17 %. OMV erzielte zudem eine bereinigte Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital von rund einem Siebtel des eingesetzten Kapitals.