Im dritten Jahresviertel 2026 erzielte Andritz Erlöse in Höhe von 2.059,6 Millionen Euro und übertraf damit die durchschnittliche Marktprognose von 2.000,3 Millionen Euro. Auch das Ergebnis je Aktie fiel mit 1,29 Euro höher aus als die erwartete Marke von 1,27 Euro. Der Konzern bestätigte zugleich seine Jahresprognose für 2026.
Umsatz und Gewinn liegen über den Erwartungen
Das vergleichbare EBITA stieg im Jahresvergleich um 10,3 % auf 184,9 Millionen Euro, die vergleichbare EBITA-Marge erreichte 9,0 %. Das Konzernergebnis einschließlich nicht beherrschender Anteile belief sich auf 127,3 Millionen Euro. Der Umsatz im Geschäftsbereich Hydropower kletterte im Quartal um etwa ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Was die Zahlen für Kunden, Beschäftigte und Partner bedeuten
Für Auftraggeber aus der Wasserkraft- und Metallbranche zeigt sich damit, dass Andritz liefert und investiert: Der Auftragseingang im Bereich Hydropower stieg im Quartal um 34,2 %, im Bereich Metals um 20,8 %.
Lieferanten und Zulieferbetriebe können sich auf eine stabile Auftragslage einstellen, denn der gesamte Auftragsbestand erreichte zum Stichtag 30. September 2026 mit 12.729,1 Millionen Euro einen Rekordwert, ein Plus von gut einem Fünftel gegenüber dem Jahresende 2025.
Im Bereich Pulp & Paper ging der Quartalsauftragseingang dagegen um 24,5 % zurück. Für Beschäftigte und Partner in diesem Segment bedeutet das einen spürbaren Gegenwind, während die beiden anderen Geschäftsbereiche den Rückgang mehr als ausgleichen.
Warum der Auftragsbestand auf Rekordniveau steigt
Mit 2.166,2 Millionen Euro blieb der Auftragseingang im dritten Quartal zwar um 0,6 % hinter dem Vorjahreswert zurück, doch seit Jahresbeginn kommt der Konzern auf insgesamt 8.085,9 Millionen Euro – ein Zuwachs von 17,1 % gegenüber demselben Zeitraum 2025.
Ein Beispiel für die anhaltende Nachfrage im Wasserkraftgeschäft ist der Auftrag zur Modernisierung des Wasserkraftwerks Gabčíkovo mit einer Leistung von 720 Megawatt, den Andritz am 8. September 2026 erhielt; der Auftragswert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Die neuen Ziele bis 2029
Andritz hatte beim Capital Markets Day am 6. Oktober 2026 neue mittelfristige Ziele ausgegeben, die frühere Vorgaben für 2027 ersetzen. Bis 2029 soll der Umsatz auf 10 Milliarden Euro steigen, die vergleichbare EBITA-Marge soll dann 10 % erreichen. Für die laufende Periode 2026 rechnet das Management unverändert mit Erlösen zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro bei einer operativen Gewinnmarge (EBITA) von 8,7 bis 9,1 Prozent.
Wie sich die Aktie entwickelt
An der Börse notierte die Andritz-Aktie bei Lang & Schwarz am 12. Oktober 2026 bei 81,90 Euro und lag damit 6,29 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 87,40 Euro. Gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag von 81,40 Euro entsprach das einem Anstieg von 0,61 %. Als Kontrastwert dienen die Zahlen aus dem zweiten Quartal 2026, für das die Gesellschaft Einnahmen von 2,05 Milliarden Euro und ein Ergebnis je Anteilschein von 1,11 Euro gemeldet hatte.
Mit dem Rekord-Auftragsbestand und den neuen Zielen bis 2029 hat Andritz die Erwartungen für die kommenden Jahre nach oben geschraubt.