Die OHB-Aktie rückt mit der Rückkehr des Bremer Raumfahrtkonzerns in die Börsenindizes SDAX und TecDAX stärker in den Fokus von Anlegern. OHB plant für 2026 eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro, nach 1,25 Milliarden Euro im Vorjahr. Mittelfristig strebt das Unternehmen eine Gesamtleistung von 4 Milliarden Euro an.

Hinter den Plänen stehen laut OHB steigende Investitionen in europäische Raumfahrt- und Sicherheitstechnologie. Das Listing in den beiden Indizes erhöht zugleich die Sichtbarkeit des Konzerns am Kapitalmarkt.

Was bedeutet die Index-Rückkehr für Kunden und Partner?

Für Kunden und Geschäftspartner signalisiert die Rückkehr in SDAX und TecDAX, dass OHB wieder stärker im Blick institutioneller Investoren steht. Das kann die Finanzierung größerer Raumfahrtprojekte erleichtern, etwa für Satellitenbauten im Auftrag von Behörden und Unternehmen.

Diese Bereiche gewinnen nach seiner Einschätzung branchenweit an Gewicht.

Warum baut OHB eine neue Satellitenfabrik?

OHB begründet den Ausbau der Fertigung mit der steigenden Nachfrage nach Satelliten. Die neue Fabrik soll zunächst bis zu drei Satelliten pro Woche produzieren, perspektivisch bis zu einem Satelliten pro Tag. Damit würde sich die Fertigungskapazität des Konzerns deutlich erhöhen.

Möglich wird dieser Ausbau auch durch das politische Umfeld: Deutschland erhöht seine Investitionen in weltraumgestützte Fähigkeiten, und Europa stellt zusätzliche Mittel für Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt bereit. Beide Entwicklungen wirken sich nach Angaben von OHB direkt auf die Auftragslage des Konzerns aus.

Bei der Umsetzung sieht Tecklenburg allerdings auch Hürden. Er benennt folgende Punkte als mögliche Engpässe für das Wachstum:

  • Die Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte ist nach seiner Einschätzung begrenzt.
  • In einzelnen Bereichen der Lieferkette bestehen laut Tecklenburg Engpässe.
  • Beim bereinigten EBITDA peilt der Konzern für 2026 eine Marge von 10,5 % bis 11 % an, auf mittlere Sicht soll sie 13 % erreichen.

Wie geht es für OHB weiter?

Mit der neuen Satellitenfabrik und der Indexzugehörigkeit stellt sich OHB auf ein höheres Auftragsvolumen in der Raumfahrtbranche ein. Die mittelfristigen Ziele bei Gesamtleistung und Marge zeigen, dass der Konzern auf anhaltendes Wachstum setzt, gestützt durch steigende Investitionen in Deutschland und Europa.

Ob sich die Pläne bei Fachkräften und Lieferketten wie vorgesehen umsetzen lassen, wird sich an den kommenden Quartalszahlen des Konzerns zeigen.