AT&S hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte erzielt: 681,9 Millionen Euro. Getragen wird das Wachstum vom anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz. An der Börse reagierten Anleger auf die Zahlen dennoch mit deutlichen Kursverlusten.
Kräftiges Umsatzplus
Währungsbereinigt legte der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 52 % zu. Über das gesamte erste Halbjahr 2026/27 gerechnet stieg der Erlös währungsbereinigt um 45,6 % auf 1.230,6 Millionen Euro. Die starke Nachfrage aus dem KI-Segment treibt damit nicht nur ein Quartal, sondern bereits die erste Jahreshälfte.
Vom Verlust zum Gewinn
Noch im Vorjahresquartal stand bei AT&S ein Verlust von 7,6 Millionen Euro zu Buche. Im zweiten Quartal 2026/27 drehte das Konzernergebnis auf einen Gewinn von 125,4 Millionen Euro. Über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres kam damit ein Konzerngewinn von 166,2 Millionen Euro zusammen, womit sich der Gewinn je Aktie von minus 1,86 Euro auf plus 3,98 Euro drehte.
Warum die Börse zögert
Trotz der Rekordzahlen stellte der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr keine Dividende in Aussicht. Gleichzeitig plant AT&S Investitionen zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Euro, während die Eigenkapitalquote zum 30. September 2026 bei 23,9 % lag. Diese Kombination aus hohem Kapitalbedarf und ausbleibender Ausschüttung fiel zeitlich mit den deutlichen Kursverlusten der Aktie zusammen, die trotz des Rekordquartals verzeichnet wurden.
Ausblick fürs Gesamtjahr
Für das Geschäftsjahr 2026/27 bestätigte das Management ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 45 bis 55 % sowie eine EBITDA-Marge von 32 bis 37 %. Im ersten Halbjahr lag das operative Ergebnis vor Abschreibungen bereits bei 409 Millionen Euro, ein Plus von 134,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge kletterte dabei von 20,6 % auf 33,2 %.