Frequentis erhält einen Auftrag Singapurs Flugsicherungsbehörde Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS) für ein neues Sprachkommunikationssystem. Der Wiener Technologiekonzern liefert dafür sein X10 Voice Communication System, das künftig die Kommunikation der Fluglotsen in Singapur absichern soll.

Ergänzt wird die Lösung durch das GuardX Recording and Playback System, das Gespräche automatisch aufzeichnet und per Spracherkennung in Text umwandelt. Beide Systeme laufen über eine redundante Multi-Site-Architektur, die nach Angaben von Frequentis die Verfügbarkeit auch bei Ausfällen einzelner Standorte sicherstellen soll.

Frequentis liefert neues Sprachkommunikationssystem für Singapur

Der Auftrag umfasst neben X10 und GuardX auch Sprach-, Daten- und Netzwerkmanagement-Lösungen mit integrierten Cybersicherheitsfunktionen. Frequentis übernimmt dabei sowohl die Installation als auch die Inbetriebnahme der Systeme bei der CAAS. Die Architektur ist laut Unternehmen resilient, skalierbar und sicher ausgelegt, um den laufenden Flugsicherungsbetrieb in Singapur dauerhaft zu unterstützen.

Was der Auftrag für Kunden und Beschäftigte bedeutet

Für die CAAS bedeutet der Auftrag eine technische Modernisierung der Sprachkommunikation im Flugverkehr, verbunden mit automatischer Aufzeichnung und Auswertung von Funkgesprächen. Für Frequentis selbst ist der Zuschlag ein weiterer Beleg für die eigene Marktposition: Das Unternehmen bezeichnet sich als weltweit führend bei hochmodernen Lösungen für die Flugsicherung.

Beschäftigte des Konzerns profitieren von einem Projekt, das die internationale Ausrichtung des Unternehmens stützt. Frequentis ist mit seinem Netzwerk in über 50 Ländern vertreten, Produkte und Lösungen des Konzerns kommen in rund 150 Ländern zum Einsatz. Der Auftrag aus Singapur reiht sich damit in ein bereits bestehendes globales Geschäft ein.

Umsatz und Beschäftigte des Konzerns

Frequentis beschäftigt weltweit rund 2.900 Vollzeitkräfte. Im Jahr 2025 erzielte der Konzern Umsatzerlöse von 580 Millionen Euro und ein EBIT von 47 Millionen Euro. Die Aktie des Unternehmens notiert an den Börsen in Wien und Frankfurt.

Diese Kennzahlen ordnen den Auftrag aus Singapur ein: Er ist einer von mehreren Bausteinen eines Geschäfts, das auf Flugsicherung, Bahn- und Schifffahrtstechnik sowie öffentliche Sicherheit setzt. Namentlich genannte Auftragssummen für das Projekt in Singapur liegen bisher nicht vor.