Der Kärntner Konditormeister Johannes Warmuth hat sich beim Weltfinale der World Chocolate Masters in Antwerpen unter die 15 besten Chocolatiers der Welt eingereiht. Für den gebürtigen Kärntner war die Teilnahme der vorläufige Höhepunkt eines langen Weges zum Spitzenniveau in seinem Handwerk.
Ende Oktober 2026 kreierte Warmuth beim Wettbewerb unter dem Motto „Play & Taste“ Pralinen, moderne Desserts und Schokoladenskulpturen vor einer internationalen Jury. Den Vorsitz der Jury hatte Amaury Guichon inne, mit Markus Bohr, Chef-Pâtissier des Londoner Harrods, saß ein weiterer namhafter Branchenvertreter im Gremium.
Der Titel Chocolate Master Central Europe 2024 öffnete die Tür zum Finale
Den Weg nach Antwerpen ebnete Warmuth sich bereits 2024: Damals gewann er den Titel Chocolate Master Central Europe. Dieser Sieg qualifizierte ihn für das Weltfinale, bei dem er sich gegen die internationale Konkurrenz unter den 15 Finalisten behauptete.
Der Weg dorthin war lang. Warmuth wuchs auf einem Kärntner Bergbauernhof auf, wo ihn der Hotelbetrieb seiner Großeltern früh für die Patisserie begeisterte. Seine Ausbildung und Berufserfahrung sammelte er an renommierten Adressen der internationalen Hotellerie.
Zwanzig Jahre Stationen von Kärnten bis England
Zu den Stationen seiner Laufbahn zählen das Hotel Hochschober in Kärnten, die Konditorei Semmelrock, das Badrutt’s Palace Hotel im Schweizer St. Moritz sowie das Chewton Glen in England. Rund 20 Jahre brauchte Warmuth eigenen Angaben zufolge, um seinen Lebenstraum zu erfüllen.
Heute ist er in Wien als Berufsschullehrer tätig und bildet dort den Konditornachwuchs aus. Parallel betreibt er die Patisserie-Marke Vienna Pastry Arts.