Siemens plant, sich von der Mehrheit an seiner Medizintechnik-Sparte Healthineers zu trennen. Im Zuge der geplanten Abspaltung soll der Healthineers-Name künftig ohne den Zusatz Siemens auftreten. Für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner stellt sich damit die Frage, was von der bisherigen Marke übrig bleibt und wie es mit dem Unternehmen weitergeht.
Der Umbau betrifft nicht nur den Firmennamen, sondern auch die Eigentümerstruktur und eine ganze Geschäftseinheit. Die folgenden Abschnitte ordnen ein, was bereits feststeht und was die Beteiligten dazu sagen.
Was ändert sich für Aktionäre und wie läuft die Abspaltung ab?
Siemens beabsichtigt, die Mehrheit an Healthineers abzugeben und 30 % der Anteile direkt an die eigenen Aktionäre auszugeben. Damit würden diese automatisch zu Anteilseignern des künftig eigenständigen Medizintechnik-Unternehmens. Die Abspaltung soll im Februar 2027 von den Aktionären beider Unternehmen genehmigt werden, bevor sie wirksam wird.
Erst nach dieser Zustimmung steht fest, in welcher Form Healthineers als eigenständiges Unternehmen am Markt auftritt. Bis dahin bleibt die Beteiligungsstruktur unverändert, wie Handelsblatt berichtet.
Warum verschwindet der Name Siemens aus Healthineers?
Siemens plant, den eigenen Namen schrittweise aus Healthineers zu entfernen. Zugleich wird die Diagnostiksparte des Unternehmens in Olyrian Diagnostics umbenannt. Healthineers begründet den Schritt damit, dass ein eigener Name und eine eigene Marke dem Diagnostikgeschäft zu einer bedeutenden Marktpräsenz verhelfen sollen, und zwar als eines der größten eigenständigen, auf Diagnostik spezialisierten Unternehmen.
Für das Unternehmen bedeutet das einen klaren Bruch mit der bisherigen Konzernzugehörigkeit. Die wichtigsten Punkte der geplanten Umstellung lassen sich so zusammenfassen:
- Siemens will die Mehrheit an der Medizintechnik-Sparte Healthineers abgeben.
- Ein Teil der Anteile soll an die bestehenden Siemens-Aktionäre ausgeschüttet werden.
- Der Name Siemens soll schrittweise aus der Marke Healthineers verschwinden.
- Die Diagnostiksparte tritt künftig als Olyrian Diagnostics auf.
Was bedeutet der Umbau für Kunden, Beschäftigte und Partner?
Für Kunden von Healthineers ändert sich zunächst nichts an Lieferungen, Service oder bestehenden Verträgen, der operative Geschäftsbetrieb bleibt unverändert. Mit der geplanten Umbenennung der Diagnostiksparte in Olyrian Diagnostics müssen sich Kunden dieses Geschäftsbereichs jedoch auf einen neuen Markenauftritt einstellen.
Für Beschäftigte ändert sich mit der Abspaltung die Konzernzugehörigkeit: Healthineers würde als eigenständiges Unternehmen ohne Mehrheitsbeteiligung von Siemens weitergeführt. Geschäftspartner und Investoren erhalten mit der geplanten Aktienausgabe an Siemens-Aktionäre eine direkte Beteiligung an dem bislang konzerngebundenen Medizintechnik-Geschäft.
Wie geht es weiter?
Der nächste entscheidende Schritt ist die Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen. Erst danach kann die Abspaltung formal vollzogen und der Markenwechsel bei Healthineers und der neuen Diagnostiksparte Olyrian Diagnostics umgesetzt werden.