Dacia und Citroën bringen neue elektrische Kleinwagen auf den Markt, die den Einstieg in die Elektromobilität günstiger machen sollen. Der aktuelle Dacia Spring ist bereits ab 16.900 Euro erhältlich, der angekündigte Dacia New Spring soll unter 18.000 Euro kosten. Citroën plant parallel einen elektrischen Nachfolger der 2CV mit einem angestrebten Einstiegspreis von rund 15.000 Euro bis 2028.
Beide Hersteller zielen damit auf Käufer, die ein Elektroauto wollen, aber keine großen Reserven für Anschaffung oder Leasing haben. Der Dacia Spring markiert dabei schon länger die Untergrenze im europäischen Markt für Elektrokleinwagen.
Was bedeutet das für Käufer günstiger E-Autos?
Wer bislang vor dem Umstieg auf ein Elektroauto wegen des Preises zurückschreckte, bekommt mit den neuen Modellen mehr Auswahl im unteren Preissegment. Der Dacia New Spring soll laut Dacia deutlich mehr Platz bieten als der bisherige Spring: Das Design orientiert sich stärker an SUVs und fällt länger und breiter aus. Karosserie und Plattform teilt sich der New Spring mit dem Renault Twingo, dessen Kofferraum 360 Liter fasst.
Bei der Reichweite verspricht Dacia für den New Spring rund 250 Kilometer, die Batterie soll knapp unter 30 Kilowattstunden groß sein. Beim aktuellen Spring liegt die maximale Reichweite bei 225 Kilometern, bei einer Batteriegröße von 26,8 Kilowattstunden. Für die meisten Alltagsfahrten dürfte das reichen: Nutzer des Spring legen laut Dacia im Schnitt 37 Kilometer am Tag zurück, verteilt auf mehrere Fahrten.
Citroën setzt beim Konzeptfahrzeug der 2CV auf andere Prioritäten: Das auf dem Pariser Autosalon 2026 gezeigte Modell ist mit 3,76 Metern kompakter als die geplanten Dacia-Modelle und bleibt mit einem Leergewicht von rund einer Tonne bewusst leicht, um kleinere und günstigere Akkupakete zu ermöglichen. Konkrete Angaben zu Batteriegröße oder Reichweite liegen beim aktuellen Konzeptstatus noch nicht vor.
Warum setzen die Hersteller auf kleine, günstige Modelle?
Dacia konzentriert sich nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren stark auf Elektroautos, ohne das Antriebsangebot vollständig umzustellen. Die Fertigung auf einer gemeinsamen Plattform mit dem Renault Twingo soll Kosten senken, die sich im Einstiegspreis niederschlagen.
Ähnlich nutzen andere Hersteller die Plattform: Ford lässt seinen neuen Fiesta als Elektroauto von Renault fertigen, Nissan baut einen elektrischen Micra, der dem Renault 5 E-Tech ähnelt.
Bei Citroën verfolgt das Konzept der elektrischen 2CV ein ähnliches Prinzip: Ein niedriges Gewicht soll kleinere Batterien und damit niedrigere Kosten erlauben. Das Fahrzeug ordnet sich zwischen den Modellen Ami und C3 ein und orientiert sich optisch am historischen Original, das mit 3,85 Metern etwas länger war als das neue Konzept.
- Der Dacia Spring ist aktuell in drei Ausstattungslinien erhältlich.
- Seit dem Marktstart 2021 hat Dacia in Deutschland rund 35.000 Spring-Modelle verkauft.
Rechenbeispiel
Wie günstig der Einstieg über Leasing ausfallen kann, zeigte Dacia 2024 mit einem Angebot für den Spring: 79 Euro monatlich ohne Anzahlung, bei 24 Monaten Laufzeit und einer Gesamtlaufleistung von 10.000 Kilometern. Das ergibt über die gesamte Vertragsdauer einen Betrag von 1.896 Euro – gerechnet aus 79 Euro mal 24 Monate. Ob vergleichbare Konditionen für die neuen Modelle kommen, ist bislang nicht bekannt.
Wie geht es bei den Modellen weiter?
Citroën plant die Serienfertigung des elektrischen 2CV-Nachfolgers bis 2028 in Europa. Beim Dacia New Spring liegt noch kein offizieller Marktstarttermin vor. Dacia selbst blickt auf eine lange Firmengeschichte zurück: Das Unternehmen wurde 1966 gegründet, erlebte 1999 einen Relaunch durch die Renault Group und hat seither mehr als 8 Millionen Fahrzeuge produziert.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.