Der US-Drohnenhersteller Red Cat Holdings hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien von Steyr Motors vorgelegt. Geboten werden 39 Euro je Aktie in bar. Das entspricht einer deutlichen Prämie zum Schlusskurs von Steyr Motors vom 16. Oktober 2026.
Die Prämie liegt bei 28,9 % zum Schlusskurs, gemessen am 30-Tage-Durchschnittskurs nach Handelsvolumen bei 27,3 %, gegenüber dem 52-Wochen-Tief sogar bei 55,8 %. Die Angebotsfrist soll am 18. Dezember 2026 enden.
Folgen für Standort und Belegschaft
Für Beschäftigte am Standort Steyr ist vor allem eine Zusage von Red Cat Holdings relevant: Der Konzern will Hauptsitz, Fertigung sowie Forschung und Entwicklung des Motorenbauers in Österreich beibehalten. Zugleich kündigt Red Cat Holdings an, in das Wachstum und die autonomen Seefähigkeiten von Steyr Motors zu investieren. Für Geschäftspartner bedeutet das zunächst Kontinuität am bisherigen Standort, solange die Zusagen eingehalten werden.
Warum Red Cat zugreift
Red Cat Holdings ist ein Anbieter von Drohnen- und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit. Die Übernahme von Steyr Motors soll nach Angaben des Unternehmens die eigene Blue-Ops-Strategie für unbemannte Oberflächenfahrzeuge stärken. Der Motorenbauer liefert damit Antriebstechnik, die sich in dieses Geschäftsfeld einfügt.
Die Bedingungen des Angebots
Die Transaktion braucht behördliche Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und dem Vereinigten Königreich. Zudem ist eine Mindestannahmequote von 50 % plus eine Aktie erforderlich, damit das Angebot wirksam wird.
Rückenwind kommt vom Ankeraktionär B&C Holding Österreich GmbH: Das Unternehmen unterstützt das Geschäft und hat sich unwiderruflich verpflichtet, seinen Anteil von rund 15 % anzudienen. Damit ist bereits ein erheblicher Teil der nötigen Mindestquote gesichert.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.