Der Zahlungsdienstleister PingPong baut seine Präsenz in Europa aus und arbeitet künftig mit dem Zahlungsabwickler Getnet zusammen. Ziel der PingPong-Expansion nach Spanien und Portugal ist es, international tätigen Unternehmen auf der Iberischen Halbinsel Zugang zu lokaler Zahlungsinfrastruktur zu verschaffen. Getnet gehört zum Santander-Konzern und zählt nach eigenen Angaben zu den zehn größten Acquiring-Anbietern weltweit.

Was Händler jetzt erwartet

Durch die Partnerschaft sollen Unternehmen auf der Iberischen Halbinsel mit vertrauter Zahlungsinfrastruktur arbeiten können. Das teilt Aaron Xu von PingPong mit. Die Zusammenarbeit soll internationalen Händlern laut Getnet und PingPong ein nahtloses Zahlungsdienstleistungserlebnis bieten, wenn sie Kunden in Spanien und Portugal erreichen wollen.

Warum PingPong jetzt expandiert

Aaron Xu begründet den Schritt nach Iberien mit einer hohen Nachfrage von Kunden und mit anhaltenden Investitionen in internationales Wachstum. Fabrice Mendez von Getnet bezeichnet die Partnerschaft als Meilenstein in der Strategie des Unternehmens, das Open-Market-Geschäft in Europa auszubauen.

Die Zahlen hinter dem Deal

PingPong wurde 2015 gegründet und unterstützt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 750.000 Unternehmen in über 200 Ländern. Das Unternehmen hält mehr als 80 Finanzlizenzen und betreibt 44 Büros in 18 Ländern. Jährlich verarbeitet PingPong demnach Zahlungen von mehr als 300 Milliarden US-Dollar.

Getnet verarbeitete im Jahr 2025 nach eigenen Angaben Zahlungen von über 238 Milliarden Euro und mehr als 10,5 Milliarden Transaktionen. Das Unternehmen bedient rund 1,2 Millionen Kunden und gilt als größter Acquirer in Lateinamerika nach Kaufvolumen.

Wo Getnet aktiv ist

Getnet ist derzeit in Brasilien, Mexiko, Chile, Argentinien, Uruguay, Spanien und Portugal tätig. Mit der neuen Partnerschaft erweitert sich damit auch die Reichweite von PingPong auf der Iberischen Halbinsel, wo Getnet bereits über ein etabliertes Netzwerk verfügt.