Kraft Heinz lässt in seiner niederländischen Fabrik in Elst wöchentlich acht Millionen Flaschen Heinz Ketchup abfüllen und beliefert damit mehr als 80 Länder. Trotzdem meldet der Konzern im 150. Jubiläumsjahr der Ketchup-Marke Absatzverluste und rote Zahlen.
Die Anlage in Elst gilt als Europas größte Ketchup-Fabrik. Dort läuft die Produktion in drei Schichten rund um die Uhr, damit die Nachfrage in den vielen Exportmärkten gedeckt werden kann.
Wie läuft die Produktion in Elst ab?
Von der Anlieferung der Rohstoffe bis zur fertig verpackten Flasche vergehen in der Fabrik acht Stunden. In dieser Zeit entsteht aus Tomaten, Branntweinessig, Zucker, Salz und Gewürzen die bekannte Rezeptur, die seit 150 Jahren weitgehend unverändert ist.
Die Zutaten im Überblick, wie das Handelsblatt berichtet:
- Tomaten bilden die Basis der Rezeptur.
- Branntweinessig sorgt für die charakteristische Säure.
- Zucker rundet den Geschmack ab.
- Salz und Gewürze ergänzen die Mischung.
Warum schreibt der Marktführer trotzdem rote Zahlen?
Kraft Heinz ist bei Ketchup Marktführer und hat damit größere Marktanteile als seine Konkurrenten. Das reicht offenbar nicht aus: Ausgerechnet im Jahr, in dem die Marke ihr 150-jähriges Bestehen feiert, verbucht das Unternehmen sinkende Absätze und Verluste.
Was bedeutet das für Kunden und Beschäftigte?
Für Kunden ändert sich an Rezeptur und Erhältlichkeit zunächst nichts: Die Fabrik in Elst läuft weiter im Dreischichtbetrieb, und das Ketchup bleibt in zahlreichen Ländern verfügbar.