Die Kodi Retail GmbH ist ein neu gegründetes Unternehmen aus dem Bereich Haushaltswaren-Einzelhandel mit Sitz in Deutschland. Hinter ihr steht eine internationale Investorengruppe, die nach der Insolvenz der Kodi Handels GmbH 100 Filialen des Haushaltswaren Discounters übernimmt und unter der bekannten Marke Kodi weiterführt.
Unternehmenszahlen
- 100 Filialen werden von der Kodi Retail GmbH übernommen, die Marke Kodi bleibt bestehen
- Die Kodi Handels GmbH hatte zuletzt knapp 1.200 Mitarbeiter
- 265 Mitarbeiter erhalten eine Kündigung
- Die Zentrale in Oberhausen wird geschlossen
- Für einen Standort ist noch keine Entscheidung über Fortbestand oder Schließung getroffen
- Der Kaufpreis für Warenbestand und Vermögenswerte wurde laut wiwo.de nicht bekanntgegeben
Firmengeschichte der Kodi Handels GmbH und Gründung der Kodi Retail GmbH
Die Kodi Handels GmbH betrieb als Haushaltswaren Discounter zuletzt 144 Standorte im Bundesgebiet. Das Amtsgericht Halle an der Saale eröffnete das Insolvenzverfahren der Kodi Handels GmbH in Eigenverwaltung. Geschäftsführer Fabian Grund erklärt, dass für einige Standorte keine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden konnte. Als Gründe für die Insolvenz nennt Kodi eine schwache Konsumstimmung, steigenden Wettbewerbsdruck durch digitale Geschäftsmodelle, höhere Lohnnebenkosten sowie gestiegene Energie- und Mietkosten.
Vor drei Wochen war bereits bekannt geworden, dass 19 Kodi-Geschäfte aufgegeben werden sollten, die Zukunft von weiteren 56 Geschäften war zu diesem Zeitpunkt noch offen. Mit der Gründung der Kodi Retail GmbH durch eine internationale Investorengruppe zeichnet sich nun eine Lösung für den Großteil der Standorte ab.
Produkte und Dienstleistungen der Kodi Retail GmbH
Die Kodi Retail GmbH führt den stationären Vertrieb von Haushaltswaren unter der Marke Kodi an 100 Standorten fort. Nach Angaben aus dem Umfeld des Verfahrens bleiben regional unterschiedlich viele Filialen bestehen: In Düsseldorf bleiben acht von neun Kodi-Standorten erhalten, in Duisburg fünf von acht und in Krefeld alle drei Standorte.
Rechtsanwalt Dirk Andres bewertet die Übernahme als tragfähige Lösung in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Geschäftsführer Grund äußert sich positiv dazu, dass die Marke Kodi weitergeführt wird und viele Mitarbeiter eine Perspektive erhalten.
Die Entwicklung reiht sich in eine Reihe von Insolvenzen im deutschen Einzelhandel ein: Die Deko-Kette Depot stellte Ende September 2026 ihren Geschäftsbetrieb ein, die Baumarktketten Hellweg und BayWa Bau- & Gartenmärkte beantragten im Juni 2026 Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








