Great Place To Work und das Magazin Fortune haben die besten Arbeitgeber Europas 2026 gekürt. Unternehmen mit Sitz in Österreich schaffen es in diesem Jahr auf die Liste der 100 besten Arbeitgeber Europas im Ranking Fortune 100 Best Companies to Work For Europe – ein neuer Höchstwert für das Land. Die drei Spitzenplätze belegen Hilton, AbbVie und DHL.

Das Ranking wurde zum dritten Mal durchgeführt und basiert auf dem Feedback von Beschäftigten großer und multinationaler Betriebe. Für Kunden, Bewerber und Geschäftspartner österreichischer Unternehmen liefert die Liste damit einen Anhaltspunkt, wie es um Führung und Arbeitsklima in heimischen Großbetrieben steht.

Wie hat sich Österreichs Platzierung entwickelt?

Wie leadersnet berichtet, ist die Zahl der heimischen Unternehmen im Ranking von acht im Jahr 2024 über 16 im Jahr 2025 auf nun 23 im Jahr 2026 gestiegen. Demnach zeigt der Sprung, dass Arbeitgeberqualität für österreichische Unternehmen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor im europäischen Vergleich wird.

Wer führt das europäische Ranking an?

Die drei Spitzenplätze des Gesamtrankings sind in Österreich zertifiziert. An der Spitze steht Hilton, das damit vom zweiten auf den ersten Platz vorrückt. Dahinter folgen:

  • Platz 1: Hilton
  • Platz 2: AbbVie
  • Platz 3: DHL
  • Platz 4: Cisco

Weiter unten in den Top Ten finden sich auch Allianz auf Platz sechs, Stryker auf Platz sieben und Siemens Healthineers auf Platz neun.

Wie kommt die Platzierung zustande?

Grundlage der Bewertung bildet der sogenannte Trust Index: Darin beurteilen Beschäftigte insgesamt 60 Aussagen zu Themen wie Führungsverhalten, Fairness, Anerkennung und Zusammenhalt im Unternehmen. Zusätzlich fließen Unternehmensangaben zu Programmen und Personalstrategie ein, den Ausschlag für die Platzierung im europäischen Ranking gibt jedoch allein die Mitarbeiterbefragung.

Teilnehmen dürfen Betriebe ab einer Belegschaftsgröße von 500 Beschäftigten, sofern sie ein Zertifikat von Great Place To Work besitzen und im Jahr 2025 oder zu Beginn 2026 in mindestens einem der 21 teilnehmenden europäischen Länder auf einer nationalen Bestenliste standen. Branche und Firmensitz spielen für die Teilnahme keine Rolle.

Warum setzen die Unternehmen auf Vertrauen?

Für die Auswertung flossen über 1,5 Millionen anonyme Antworten aus Mitarbeiterbefragungen ein, hinter denen die Rückmeldungen von mehr als 2,4 Millionen Beschäftigten stehen. Rund 1,2 Millionen Antworten stammten dabei von Mitarbeitenden aus Unternehmen, die für die Liste infrage kamen.

Jörg Spreitzer von Great Place To Work begründet den Fokus damit, dass Vertrauen in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werde. Nach seiner Einschätzung schaffen die besten Arbeitgeber Europas Vertrauen, fördern Potenziale und stellen ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt.

Michael C. Bush sieht in den ausgezeichneten Unternehmen die von ihren Belegschaften am meisten vertrauten Betriebe Europas und führt an, dass vertraute Arbeitgeber höhere Agilität, Innovation und Performance erreichen. Grethe Schepers beschreibt, dass die ausgezeichneten Unternehmen in einem Jahr mit anhaltenden Umbrüchen gezielt auf Vertrauen gesetzt haben.

Wie geht es weiter?

Great Place To Work befragt eigenen Angaben zufolge jährlich mehr als 20 Millionen Mitarbeitende weltweit. Die Mission der Organisation bleibt laut eigener Darstellung, Unternehmen dabei zu unterstützen, für alle Beschäftigten ein großartiger Arbeitsplatz zu werden.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.