Trade Republic hat im Ranking des Beratungsunternehmens P3 Financial Services mit 8.696 von 10.000 möglichen Punkten die höchste Bewertung aller untersuchten Online-Broker in Deutschland erreicht. Dahinter folgen Smartbroker und Scalable Capital gemeinsam auf dem zweiten Platz. Die etablierten Anbieter Comdirect und S-Neo der Sparkassen-Gruppe bilden das Schlusslicht der Rangliste.

Die Platzierungen

S-Neo kommt im Ranking auf 4.154 Punkte und liegt damit deutlich hinter dem Marktführer. Noch schlechter schneidet Comdirect ab: Mit nur 1.498 Punkten erhält die Commerzbank-Tochter die niedrigste Gesamtbewertung und zugleich die schlechteste Note in der Kategorie Konditionen.

Warum Comdirect verliert

Der Grund liegt vor allem bei den Gebühren: Eine Order kostet bei Comdirect zwischen 9,90 Euro und 59,90 Euro. Zum Jahresbeginn 2026 hat das Unternehmen zwar mit dem Pure Depot ein Angebot für Börseneinsteiger eingeführt, bei dem Orders für einen Euro möglich sind. Dieses Depot steht jedoch ausschließlich Neukunden ohne bestehendes Standarddepot offen. Bei jungen Fintechs ist die Ein-Euro-Order dagegen längst zum Standard geworden.

Wie die Studie gewichtet

P3 Financial Services bewertet die Konditionen mit 35 % am stärksten, gefolgt von den Features mit 25 % und dem Kundenservice mit ebenfalls 25 %. Die Benutzerfreundlichkeit macht die restlichen 15 % der Gesamtnote aus.

Für die Feature-Säule haben die Studienmacher insgesamt 68 Einzelkriterien herangezogen. Laut klamm.de beruht die Kundenservice-Note allerdings nur auf zwei telefonischen Kontaktversuchen an zwei unterschiedlichen Tagen je Anbieter.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.