Fortuna Mining hat am Lindero-Projekt in der argentinischen Provinz Salta neue Bohrergebnisse vorgelegt. Ein Bohrloch durchschlug die längste bislang gemeldete Gold-Strecke an diesem Standort, ab der Geländeoberfläche. Die Funde liegen unterhalb des aktuellen Abbauplans der Mine.

Was gefunden wurde

Die Goldmineralisierung an Lindero bildet einen kreisförmigen Körper mit rund 600 Metern Durchmesser und reicht vertikal mehr als 300 Meter unter die heutige Oberfläche. Für das Infill-Bohrprogramm setzte Fortuna Mining 31 Diamantbohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 8.534 Metern an. Ursprünglich waren nur 6.000 Meter geplant, das Unternehmen weitete das Programm wegen der frühen Erfolge aus.

Was das für Anleger bedeutet

Für Aktionäre an der NYSE und der TSX ist vor allem die Tiefe der Funde relevant: Die Gehalte liegen unterhalb des bisherigen Grubendesigns und damit außerhalb der bisher eingepreisten Ressourcen. Eric Chapman, zugelassener Professional Geoscientist bei der Engineers and Geoscientists British Columbia, erklärt, die Bohrergebnisse zeigten Goldgehalte, die mit den im bestehenden Blockmodell geschätzten Werten übereinstimmen oder darüber liegen.

Warum das Unternehmen weiterbohrt

Höhere Goldgehalte von mehr als 1 g/t treten laut Unternehmen vor allem in bestimmten Quarz-Magnetit-Sulfid-Stockwerk-Zonen auf. Weil die Mineralisierungszone nach unten offen bleibt, sieht Fortuna Mining weiteren Erkundungsbedarf. Das erklärt, warum das Bohrprogramm über die ursprüngliche Planung hinaus verlängert wurde.

Die Zahlen im Detail

Der Spitzenwert lag bei 0,96 g/t Gold über 350 Meter in Bohrloch LDH-272. LDH-260 lieferte einen Schnitt von 0,98 g/t Gold über 281 Meter, LDH-261 kam auf 1,05 g/t über 143 Meter. Bohrloch LDH-286 erreichte 1,02 g/t über 134 Meter, mit 2,06 g/t Gold in den obersten 13 Metern.

LDH-259 zeigte 0,85 g/t über 236 Meter, LDH-267 lag bei 0,70 g/t über 263 Meter und LDH-271 bei 0,94 g/t über 134 Meter ab 144 Metern Tiefe. LDH-288 kam auf 0,56 g/t über 254 Meter.

Innerhalb der Strecke von LDH-272 zeigten 98 Meter im Schnitt 0,91 g/t unterhalb des aktuellen Grubendesigns, bei LDH-259 lagen 94 Meter bei 0,66 g/t. Die Proben wurden von ALS Patagonia in Mendoza vorbereitet und zur Analyse nach Lima in Peru transportiert, die Goldanalyse erfolgte per Feuerassay mit atomarer Absorptionsspektroskopie an einer 30-Gramm-Charge; Proben über 10 ppm Gold wurden mit gravimetrischem Finish erneut geprüft.

Wie es weitergeht

Fortuna Mining teilt mit, dass die neuen Bohrergebnisse in ein aktualisiertes Blockmodell und Grubendesign einfließen sollen, das Chapman zufolge bis Ende 2026 fertiggestellt wird. Eine aktualisierte Mineralressourcen- und Mineralreservenschätzung ist für den Jahresendbericht vorgesehen, der Anfang 2027 erscheinen soll.