Der australische Energiekonzern Woodside Energy hat im dritten Quartal 2026 seinen Umsatz um 27 % gesteigert. Gleichzeitig senkte der Konzern die obere Grenze seiner Produktionsprognose für das Gesamtjahr 2026.
Der Umsatz stieg von 3,359 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal auf 4,281 Milliarden US-Dollar. Nach Angaben des Unternehmens glich eine starke Erdgasleistung niedrigere durchschnittliche Preise aus dem Flüssigkeitsportfolio aus, was die steigenden Erlöse trotz sinkender Fördermengen erklärt.
Was bedeutet das für Kunden und Geschäftspartner von Woodside Energy?
Die Produktionsvolumina fielen im dritten Quartal um 9 % auf 46,2 Millionen Barrel Öleinheiten, nach 50,8 Millionen Barrel Öleinheiten im Vorjahresquartal. Auch die Verkaufsvolumina gingen zurück: Sie sanken um 7 % auf 51,1 Millionen Barrel Öleinheiten, verglichen mit 55,1 Millionen Barrel Öleinheiten im Vorjahr.
Für Abnehmer von Woodside Energy bedeutet das ein geringeres Angebot aus laufender Förderung, während das Unternehmen gleichzeitig höhere Erlöse je verkaufter Einheit erzielte.
Warum kürzt Woodside Energy die Förderprognose für 2026?
Woodside Energy rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit Produktionsvolumina von 174 bis 181 Millionen Barrel Öleinheiten, nachdem zuvor eine Spanne von 174 bis 185 Millionen Barrel Öleinheiten galt.
Ein Teil der Korrektur betrifft das Ammoniakprojekt Beaumont New Ammonia: Dessen Beitrag zur Prognose sank von 2 bis 3 Millionen auf 1,5 bis 2,5 Millionen Barrel Öleinheiten. Grund dafür ist laut Unternehmensangaben eine schwächere Marktnachfrage, weshalb Woodside Energy dort Investitionen zurückfährt.
Während Beaumont New Ammonia gebremst wird, kommen mehrere Großprojekte des Konzerns voran, die künftig neue Mengen liefern sollen:
- Das Scarborough-Projekt ist zu 99 % fertiggestellt, die erste LNG-Ladung soll im vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden.
- Das Trion-Projekt ist zu 71 % abgeschlossen, die erste Ölförderung ist für 2028 angekündigt.
- Das Louisiana-LNG-Projekt kommt mit einem Baufortschritt von knapp einem Drittel voran, die Produktion soll 2029 beginnen.
- Woodside Energy verkaufte zudem einen 70-%-Anteil am Calypso-Projekt an den Konzern bp.
Wie geht es bei Woodside Energy weiter?
Die Anlagenverfügbarkeit blieb im Quartal hoch: Pluto LNG kam auf 99,8 %, das NWS-Projekt in Australien auf 99,3 %, wie Betriebsleiterin Liz Westcott mitteilt. Bei der Anlage Sangomar im Senegal waren es umgerechnet rund 362 von 365 Tagen im Jahr. Die liquiden Mittel des Konzerns lagen zum Quartalsende bei rund 7,8 Milliarden US-Dollar. Die Aktie von Woodside Energy ist über die vergangenen zwölf Monate um 51 % gestiegen.