Der Verpflegungs- und Facility-Services-Konzern Sodexo hat seine Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2026 vorgelegt. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr leicht auf rund 24 Milliarden Euro, während das organische Wachstum über der eigenen Prognose lag. Der Vorstand bestätigte zugleich den Ausblick für das Geschäftsjahr 2027.
Was der Rückgang für Kunden und Beschäftigte bedeutet
Konkret sank der Umsatz um 0,5 %, das organische Wachstum lag bei 2,0 %. Für bestehende Kunden ändert sich zunächst wenig: Sodexo hielt nahezu alle laufenden Verträge. Neue Aufträge wuchsen sogar kräftig – das Geschäftswachstum erreichte 7,7 %, einschließlich eines globalen Vertrags mit dem Technologiekonzern Meta. Für Beschäftigte deutet das auf stabile Auftragslage hin, auch wenn der Konzern insgesamt weniger verdiente.
Warum Gewinn und Marge einbrachen
Die operative Gewinnmarge sank um 130 Basispunkte, der operative Gewinn (Underlying) fiel auf 810 Millionen Euro und damit um knapp 29 %. Der Nettogewinn sank laut Sodexo um mehr als die Hälfte, der Gewinn je Aktie verringerte sich um über ein Drittel. Der freie Cashflow verringerte sich auf 379 Millionen Euro, die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA stieg auf das 2,4-fache.
Wie sich Regionen und Sparten entwickelten
Das organische Wachstum fiel je nach Region und Sparte sehr unterschiedlich aus. Preissteigerungen trugen rund 2,4 % zum Wachstum bei, das reine Mengenwachstum lag bei etwa 0,6 %.
- In Nordamerika sank der Umsatz organisch um 1,0 %.
- In Europa wuchs der Umsatz organisch um 2,1 %.
- In der übrigen Welt legte der Umsatz organisch um 9,7 % zu.
- Im Lebensmittelservice wuchs der Umsatz organisch um 1,6 %.
- Im Facility-Management-Service betrug das organische Wachstum 2,9 %.
Wie es für Sodexo 2027 weitergeht
Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,74 Euro je Aktie vor. Zum 1. Trotz des Gewinnrückgangs hält der Konzern an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2027 fest.