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	<title>Insolvenzen Archives - Firmen.info</title>
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	<title>Insolvenzen Archives - Firmen.info</title>
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		<title>Konkurs-Statistik 2025: Warum Gläubiger und Mitarbeiter immer öfter leer ausgehen</title>
		<link>https://firmen.info/konkurs-statistik-2025-glaeubiger-mitarbeiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Blümlinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 09:18:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KMUs]]></category>
		<category><![CDATA[Insolvenzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im ersten Halbjahr 2026 meldeten Unternehmen in Deutschland so viele Insolvenzen wie seit 2013 nicht mehr, und in Österreich bleibt ein wachsender Teil der Verfahren mangels Masse ohne Eröffnung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Konkurs-Statistik für 2025 zeigt einen klaren Trend: In Deutschland wurden <strong>24.064</strong> Unternehmensinsolvenzen beantragt, der höchste Stand seit 2014. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von <strong>10,3&nbsp;%</strong>. Für viele Gläubiger und Beschäftigte bedeutet das vor allem eines: Das Geld reicht immer seltener für ein geordnetes Verfahren.</p>
<h2>Insolvenzen erreichen im ersten Halbjahr 2026 neuen Höchststand</h2>
<p>Im ersten Halbjahr 2026 zählte Deutschland <strong>12.812</strong> Unternehmensinsolvenzen, der höchste Halbjahreswert seit 2013. Das ist ein Plus von <strong>6,7&nbsp;%</strong> gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich wuchs die Zahl der Großinsolvenzen mit Forderungen über zehn Millionen Euro Umsatz: Sie stieg 2025 um <strong>27&nbsp;%</strong>, im Schlussquartal zählte die Statistik 481 solcher Verfahren, der höchste Wert seit sieben Jahren.</p>
<h2>Warum Gläubiger immer öfter leer ausgehen</h2>
<p>Trotz mehr Insolvenzen sanken die gemeldeten Gläubigerforderungen 2025 auf <strong>47,9 Milliarden Euro</strong>, im ersten Halbjahr 2026 lagen sie bei 18,5 Milliarden Euro und damit unter dem Vorjahreswert. Das deutet darauf hin, dass weniger Vermögen in den insolventen Firmen steckt, das sich verteilen lässt.</p>
<p>In Österreich hat sich das Insolvenzgeschehen 2025 zwar auf hohem Niveau stabilisiert, doch wächst dort der Anteil der Verfahren, die mangels Masse gar nicht erst eröffnet werden. Für Gläubiger heißt das: Sie gehen in diesen Fällen komplett leer aus, weil kein Vermögen mehr vorhanden ist, das ein Insolvenzverfahren überhaupt rechtfertigen würde.</p>
<h2>Was ein Konkursverfahren für Schuldner und Gläubiger bedeutet</h2>
<p>In Österreich stehen insolventen Unternehmen laut österreichischer Insolvenzordnung drei Verfahrensarten offen: das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung, das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung oder das Konkursverfahren. Die Insolvenzanmeldung kann sowohl vom Schuldner als auch von einem Gläubiger ausgehen.</p>
<p>Gelingt eine Einigung, durchläuft das Unternehmen typischerweise mehrere Stufen:</p>
<ul>
<li>Im Sanierungsplan muss der Schuldner den Gläubigern mindestens 20&nbsp;% der Schulden innerhalb von fünf Jahren anbieten.</li>
<li>Lehnen die Gläubiger diesen Plan ab, folgt ein Zahlungsplan, dessen Prozentsatz sich am erwarteten Einkommen der nächsten fünf Jahre bemisst.</li>
<li>Scheitert auch dieser, folgt ein fünfjähriges Abschöpfungsverfahren, an dessen Ende die Restschuldbefreiung steht.</li>
</ul>
<p>Diese Stufen zeigen, wie viel Zeit und Verhandlungsmasse ein geordnetes Verfahren braucht, Zeit und Masse, die bei den mangels Masse abgewiesenen Fällen von vornherein fehlen.</p>
<h2>Was das für Gläubiger und Mitarbeiter bedeutet</h2>
<p>Auch jenseits der Grenze wächst der Druck: Die Schweiz verzeichnete 2025 mit 12.485 eröffneten Unternehmenskonkursen einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr, nachdem eine Gesetzesänderung seit Januar 2025 auch öffentlich-rechtlichen Gläubigern erlaubt, Konkursbegehren zu stellen.</p>
<p>Gleichzeitig wird frisches Geld knapper: Laut Deutscher Bundesbank verschärften Banken im zweiten Quartal 2026 ihre Kreditstandards für Unternehmenskredite, und 40,5&nbsp;% der kreditsuchenden kleinen und mittleren Unternehmen erlebten ihre Bank als restriktiv, ein Rekordwert seit Beginn der Erhebung 2017.</p>
<p>Hinzu kommt ein demografischer Faktor: Laut IfM Bonn stehen in Deutschland zwischen 2026 und 2030 rund 186.000 Unternehmensübergaben an, während KfW Research bis Ende 2029 mit 569.000 Mittelständlern rechnet, die Stilllegungspläne hegen. Das durchschnittliche Alter der Mittelstandsinhaber lag 2025 bei knapp über 54 Jahren.</p>
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