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	<title>Bauindustrie Archives - Firmen.info</title>
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	<title>Bauindustrie Archives - Firmen.info</title>
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		<title>Berliner Baufirmen: Warum Kreditgeber kein frisches Geld mehr geben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Sommer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 12:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KMUs]]></category>
		<category><![CDATA[Bauindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch ist kein Vergesellschaftungsgesetz beschlossen, doch Kreditgeber ziehen sich bereits zurück: Laut Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth trifft das inzwischen sogar staatliche Bauprojekte in Berlin.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berliner Baufirmen finden derzeit kaum noch Finanzierung für neue Wohnprojekte, weil Kreditgeber wegen der von der Linkspartei geplanten Vergesellschaftung von bis zu <strong>200.000 Wohnungen</strong> zurückhaltender werden. Das sagt Olaf Demuth, Präsident des Verbands der Bauindustrie. Die Zurückhaltung zeige sich bereits, obwohl noch kein Gesetz beschlossen ist.</p>
<h2>Kreditgeber ziehen sich schon vor dem Gesetz zurück</h2>
<p>Mit dem Versprechen, Immobilienkonzerne ab einem Bestand von mehr als <strong>3.000 Wohnungen</strong> zu vergesellschaften, hatte die Linkspartei im Wahlkampf geworben und anschließend die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus für sich entschieden. Seitdem führt sie Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen.</p>
<p>Nach Angaben von Demuth bekommen Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen für Wohnbauprojekte aufnehmen wollen, derzeit nur schwer Kreditgeber. Das betreffe nicht nur private Firmen, sondern den gesamten Wohnungsbau der Stadt, auch staatliche Akteure stießen auf Zurückhaltung.</p>
<h2>Was die Zurückhaltung für Bauprojekte und Beschäftigte bedeutet</h2>
<p>Laut Demuth wenden sich zudem internationale Investoren von Berlin ab, weil das föderale System Deutschlands im Ausland oft nicht vollständig verstanden werde. Dort verfestige sich die Annahme, dass auch Hamburg und München Wohnbestände vergesellschaften könnten.</p>
<p>Diesen Ausstrahlungseffekt bewertet Demuth als ausdrücklich gefährlich. Schon die Ankündigung einer Vergesellschaftung nehme privaten Bauunternehmen den Investitionsanreiz, unabhängig davon, ob sie tatsächlich kommt.</p>
<p>Für Kunden und Geschäftspartner bedeutet das: Geplante Wohnprojekte können ins Stocken geraten, weil Baufirmen ohne Kredit weder Grundstücke sichern noch Bauleistungen vorfinanzieren können. Zieht sich die Privatwirtschaft aus dem Baugeschäft zurück, fehlen nach Einschätzung von Demuth zusätzliche Wohnungen gerade dort, wo sie gebraucht werden.</p>
<h2>Rechenbeispiel: 20 bis 30 Milliarden Euro für 200.000 Wohnungen</h2>
<p>Für die Übernahme von 200.000 Wohnungen in Gemeineigentum veranschlagt Demuth eine Summe von <strong>20 bis 30 Milliarden Euro</strong>. Umgerechnet auf die einzelne Wohnung entspricht das rund 100.000 bis 150.000 Euro je Einheit. Diese Summe wäre allein für den Erwerb bestehender Wohnungen gebunden, ohne dass dadurch neuer Wohnraum entsteht.</p>
<p>Nach Darstellung von Demuth bliebe dem Land Berlin nach einer solchen Transaktion kein finanzieller Spielraum mehr für Sanierung oder Neubau. Das öffentliche Kapital würde demnach vollständig in die Bestandsübernahme fließen, während der eigentliche Engpass bei neuem Wohnraum ungelöst bliebe.</p>
<h2>Wie es für Berlins Wohnungsbau weitergehen soll</h2>
<p>Nach Einschätzung von Demuth mindert eine Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen die Wohnungsnot nicht. Stattdessen sieht der Verband der Bauindustrie den Ausweg darin, das Bauen für private Bauherren, Genossenschaften und institutionelle Anleger wieder wirtschaftlich attraktiv zu machen.</p>
<p>Nur so ließe sich der Wohnraumbedarf deutscher Großstädte decken, so der Verband. Wie die Koalitionsverhandlungen von Linkspartei, SPD und Grünen in dieser Frage ausgehen, ist bislang offen.</p>
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