Die Österreichischen Bundesbahnen kaufen den Bahnhof Wien-Mitte samt angeschlossenem Einkaufszentrum von einer Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley zurück. Die Transaktion soll Anfang 2027 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde.
Damit gehört der Standort erstmals seit 2005 wieder vollständig den ÖBB. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Wie viele Fahrgäste nutzen den Bahnhof Wien-Mitte täglich?
Gemessen an den Fahrgastzahlen ist Wien-Mitte der viertgrößte Bahnhof Österreichs. Der Standort bildet eine Schnittstelle, an der U-Bahn-Linien, S-Bahn-Verbindungen und der Flughafenzug CAT zusammenlaufen. Täglich halten dort fast 600 Züge.
- Viertgrößter Bahnhof Österreichs nach Fahrgastzahlen
- Fast 600 Züge täglich
- Knotenpunkt für U-Bahn, S-Bahn und Flughafenzug CAT
- Abschluss der Transaktion für Anfang 2027 angekündigt
Wie kam es zum Rückkauf des Bahnhofs?
Der ursprüngliche Bahnhof am Standort, das Hauptzollamt, wurde 1848 eröffnet. Die Bahn übernahm das Gebäude 1934 als Eigentümerin. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen zusätzliche Gebäude, darunter ein Bürotrakt und eine Markthalle.
2005 verkauften die ÖBB die Liegenschaft an die BA/CA-Gruppe, die sie in der Folge weiter verwertete. Für den Neubau des Bahnhofs erfolgte 2007 der Spatenstich. In der Planungsphase sorgten Vorschläge für bis zu 97 Meter hohe Türme auf dem Gelände für Diskussionen, weil Kritiker dadurch den UNESCO-Welterbestatus der Wiener Innenstadt in Gefahr sahen. Die geplanten Türme wurden später redimensioniert.
Was bedeutet der Rückkauf für Mieter und Fahrgäste am Bahnhof Wien-Mitte?
Nach Angaben der ÖBB bleiben bestehende Mietverträge nach der Übernahme unverändert bestehen. Das betrifft auch das Einkaufszentrum, das zum Gesamtpaket der Transaktion gehört.
Die Rückführung beider Eigentumsteile ermöglicht es den ÖBB nach eigenen Angaben, die weitere Entwicklung des Standorts künftig aus einer Hand zu steuern.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








