Hyundai bringt mit dem Ioniq3 einen neuen Elektro-Kompaktwagen auf den Markt. Der fünftürige Wagen tritt gegen den VW ID.3 und den MG4 an und bietet Platz für fünf Insassen.

Ioniq3 startet ab 28.950 Euro

Die Einstiegsversion des Ioniq3 kostet laut Hyundai mindestens 28.950 Euro. Wer die größere Batterie wählt, zahlt nach der Preisliste des Herstellers ab 32.950 Euro. Der Wagen ist 4,16 Meter lang, hat einen Radstand von 2,68 Metern und bietet ein Kofferraum-Volumen von bis zu 441 Litern. Der Kofferraum ist waagrecht geteilt, zusätzlich gibt es ein Unterbodenfach mit 119 Litern Volumen.

Zwei Batterien bringen 344 oder 496 Kilometer Reichweite

Hyundai verbaut im Ioniq3 ein 400-Volt-System mit zwei Akkugrößen. Die kleinere Batterie mit 42 kWh nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen und ermöglicht nach WLTP-Norm bis zu 344 Kilometer Reichweite.

Die größere Batterie mit 61 kWh setzt auf Nickel-Mangan-Cobalt-Zellen und kommt laut Hyundai auf bis zu 496 Kilometer. Die Antriebsleistung liegt bei 108 kW in der Standard-Range-Version und bei 99 kW in der Long-Range-Variante. Die Höchstgeschwindigkeit erreicht je nach Version bis zu 171 km/h.

Beim Laden sind bis zu 119 kW Gleichstrom-Ladeleistung möglich, dadurch lässt sich der Akku unter optimalen Bedingungen laut Hyundai in rund 29 Minuten von 10 auf 80 % füllen. Wechselstrom-Laden ist serienmäßig mit 11 kW möglich, optional stehen 22 kW zur Verfügung.

Android-Infotainment und E-GMP-Plattform aus der Türkei

Der Ioniq3 basiert auf der Electric-Global-Modular-Plattform (E-GMP), die auch bei Modellen wie dem Kona oder dem EV2 zum Einsatz kommt. Gefertigt wird der Wagen im türkischen Hyundai-Werk Izmit. Auffällig ist die coupéhafte Form mit schräger Silhouette und geknickter Heckscheibe, ergänzt durch einen cW-Wert von 0,263.

Im Innenraum setzt Hyundai erstmals bei einem europäischen Modell auf das Infotainment-System Pleos Connect, das auf Android Automotive OS basiert. Das zentrale Touchscreen-Display ist 12,9 Zoll groß, während das Instrumentendisplay eine Diagonale von 9,9 Zoll aufweist. In der N-Line-Version steht für das zentrale Display sogar eine Größe von 14,6 Zoll zur Verfügung. Ein optionales Technik-Paket kostet 1.650 Euro.

Markteinführung noch in diesem Jahr geplant

Der Ioniq 3 kann bereits bestellt werden und soll nach Angaben von Hyundai noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Für Kunden heißt das: Wer sich zwischen VW ID.3, MG4 und dem neuen Hyundai entscheiden will, kann schon jetzt konfigurieren, muss aber auf die Auslieferung noch etwas warten. Für Käufer, die Wert auf Reichweite legen, dürfte vor allem die Long-Range-Version interessant sein – allerdings zu einem Aufpreis von 4.000 Euro gegenüber der Einstiegsversion.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.