Am Flughafen Wien ist die Zahl der Lokalpassagiere im September gesunken, ein Rückgang von 7,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch das Transferaufkommen am Standort gab nach. Gleichzeitig verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe als Ganzes nur ein moderates Minus, weil Tochterstandorte im Ausland zulegten.
Folgen für Reisende
Im September sank die Zahl der Lokalpassagiere auf 2.238.344, während das Transferaufkommen mit 660.224 Fluggästen um 5,4 % niedriger lag als im Vorjahr. Für Reisende am Standort Wien bedeutet der Rückgang vor allem ein ausgedünntes Flugangebot: Die Flugbewegungen sanken im September um 6,6 % auf 21.008.
Wer häufig über Wien umsteigt, dürfte das am ehesten spüren, denn auch das Transferaufkommen war rückläufig. Für Geschäftspartner am Flughafen, etwa Handels- und Gastronomiebetriebe im Terminal, sinkt mit weniger Passagieren tendenziell auch die Kundenfrequenz vor Ort.
Blick auf die Gruppe
Während der Wiener Standort schwächelte, entwickelten sich die internationalen Beteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe gegenläufig. Am Flughafen Malta stieg das Passagieraufkommen im September um 12,0 % auf 1.109.789 Personen.
Noch deutlicher fiel der Zuwachs am Flughafen Kosice aus: Dort legte die Zahl der Passagiere um 32,2 % auf 118.079 zu. In Summe sank das Passagieraufkommen der gesamten Gruppe im September nur leicht auf 4.138.465 Personen, deutlich weniger als der Rückgang am Standort Wien allein.
Fracht und Flüge
Nicht alle Kennzahlen am Flughafen Wien zeigten im September nach unten. Das Frachtaufkommen stieg um 9,5 % auf 28.180 Tonnen, ein Gegentrend zu den sinkenden Passagierzahlen. Für Logistikpartner und Speditionen am Standort bleibt der Frachtbereich damit ein Wachstumsfeld, während der Passagierverkehr Federn lässt.
Bilanz bis September
Über den Zeitraum von Januar bis September 2026 zeigt sich ein ähnliches Bild wie im Einzelmonat: Die gesamte Flughafen-Wien-Gruppe kam auf 33.111.562 Passagiere, ein Plus von 0,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Am Standort Wien allein sank das Passagieraufkommen in diesen neun Monaten dagegen um 4,5 % auf 23.478.801 Personen. Die Zahlen bestätigen damit, dass der Wiener Standort seit Jahresbeginn schwächer abschneidet als die Gruppe insgesamt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.