Die BMW Group hat am Standort Shenyang die Serienproduktion ihrer Gen6-Hochvoltbatterien aufgenommen. Damit nimmt der Konzern dort sein bereits drittes Werk für diese Batteriegeneration in Betrieb – nach den Standorten Debrecen in Ungarn und Irlbach-Straßkirchen in Deutschland. Die neue Zellgeneration bietet nach Angaben des Unternehmens eine um mehr als 20 % höhere Energiedichte als die vorherige Generation.
Was Kunden erwartet
Wer künftig eines der in China gefertigten Modelle der Neuen Klasse kauft, profitiert durch den Produktionsstart in Shenyang vor allem von einer größeren Reichweite und schnelleren Ladevorgängen. Laut BMW steigt die Ladegeschwindigkeit der Gen6-Batterie um bis zu 30 % gegenüber der vorherigen Generation, die Reichweite der Fahrzeuge ebenfalls um bis zu 30 %.
Möglich wird das durch ein Cell-to-Pack-Konzept, bei dem Rundzellen ohne separate Modulebene direkt in das Batteriegehäuse integriert werden. Eine zentrale Steuereinheit namens Energy Master sitzt dabei direkt auf der Batterie.
Warum BMW in China fertigt
Die BMW Group produziert ihre Hochvoltbatterien bewusst lokal in der Nähe der Fahrzeugwerke, um Transportwege zu verkürzen und die Versorgung stabiler zu halten. Dr. Die Batterien aus Shenyang versorgen künftig die dort gefertigten Modelle der Neuen Klasse direkt vor Ort.
Die Zahlen hinter dem Start
Mit Shenyang ist die Ausbaustrategie allerdings noch nicht abgeschlossen: Wie die BMW Group mitteilt, sollen in den kommenden Monaten auch die Werke in Woodruff in den USA sowie in San Luis Potosí in Mexiko mit der Serienfertigung der Gen6-Batterie beginnen.
Insgesamt entstehen damit weltweit fünf Montagestandorte für die neue Zellgeneration, wie BMW bereits 2025 angekündigt hatte. Entlang des gesamten Fertigungsprozesses erfasst und wertet das Unternehmen Produktionsdaten aus; digitale Zwillinge, Datenanalysen und KI-gestützte Prüfverfahren unterstützen dabei die Qualitätssicherung.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.