Die BMW Group hat in den ersten neun Monaten 2026 weltweit 1.707.799 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit zeigt sich ein zweigeteiltes Bild, weil ein schwacher China-Absatz das Wachstum in Europa und den USA überlagert.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Minus von 4,9 %; allein im dritten Quartal lieferte der Konzern 551.072 Fahrzeuge aus. In etablierten westlichen Märkten gewinnt BMW Kunden hinzu, im einst wichtigsten Wachstumsmarkt China verliert die Marke spürbar an Boden.
Was bedeutet das Wachstum für Kunden in Europa und den USA?
Der europäische Markt verzeichnete für die BMW Group in den ersten drei Quartalen ein Auslieferungsplus von 4,5 %, wobei der deutsche Heimatmarkt mit 7,5 % noch deutlicher zulegte. Im dritten Quartal allein lieferte BMW in Europa 235.628 Fahrzeuge aus, ein Plus gegenüber dem Vorjahresquartal.
Besonders stark fiel der Zuwachs bei vollelektrischen Modellen aus: In Europa war im dritten Quartal bereits jedes dritte ausgelieferte BMW-Fahrzeug vollelektrisch, die BEV-Auslieferungen legten dort um 37,5 % zu.
In den USA erzielte die BMW Group ein Absatzplus von 3,4 % in den ersten neun Monaten, im dritten Quartal wurden dort 106.741 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Anstieg von 2,5 %. Für Kunden heißt das: breitere Verfügbarkeit neuer Modelle und ein wachsendes Elektroangebot, vor allem in Deutschland, wo vollelektrische BMW-Modelle im dritten Quartal außergewöhnlich stark zulegten.
Warum bricht der Absatz in China so stark ein?
In China fiel der Absatz der Marke BMW in den ersten neun Monaten von 2026 um 21,2 %. Ausschlaggebend ist ein harter Preiskampf in einem insgesamt schrumpfenden chinesischen Automarkt, in dem BMW gemeinsam mit Mini knapp ein Viertel weniger Fahrzeuge verkaufte als im Vorjahreszeitraum. Für Beschäftigte und Partner vor Ort bedeutet das anhaltenden Druck auf Margen und Stückzahlen in einem Markt, der lange als wichtigster Wachstumstreiber des Konzerns galt.
Weltweit sank der Absatz der Marke BMW in den ersten neun Monaten 2026 um 6,4 %. Die Nebenmarken entwickelten sich unterschiedlich: Die Zahlen im Überblick:
- Bei der Performance-Tochter BMW M GmbH gingen in den ersten drei Quartalen weltweit 148.510 Fahrzeuge an Kunden.
- MINI steigerte die Auslieferungen um 6,8 % auf 220.247 Fahrzeuge, der Anteil vollelektrischer Modelle liegt bei 37,2 %.
- Bei Rolls-Royce gingen zwischen Januar und September 3.592 Fahrzeuge an Kunden, wobei der Absatz der Marke im dritten Quartal um 18 % einbrach.
- Weltweit lieferte die BMW Group im dritten Quartal 110.257 reine Elektroautos aus, ein Plus von 7,2 %.
Wie geht es für BMW weiter?
Nach Angaben des Vertriebsvorstands von BMW gaben insbesondere das neue Modell iX3 im dritten Quartal starke Wachstumsimpulse. In den USA profitiert der Konzern zudem von der Produktion im Werk Spartanburg, die hilft, einen Teil der Auswirkungen von US-Zöllen abzufedern. Hält die gegenläufige Entwicklung zwischen den Regionen an, könnten die USA perspektivisch China als zweitgrößten Absatzmarkt der BMW Group hinter Europa ablösen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.